Kaffeefilter
Die Zubereitung von Kaffee bringt es mit sich, dass der gemahlene Kaffee beim Brühen mit dem kochenden Wasser in Berührung kommt. Wir Kaffeetrinker in Mitteleuropa empfinden es als unangenehm und lästig, wenn Reste des gemahlenen Kaffees im fertigen Getränk verbleiben. Deshalb wurden, seit das Getränk hier heimisch geworden ist, immer wieder Versuche unternommen und Methoden ausgetüftelt, dies zu verhindern. Als schlussendlich effektivste Methode hat sich das Filtern während des Aufbrühens erwiesen. Das kochende Wasser läuft also durch den gemahlenen Kaffee, der in einem Filter festgehalten wird und nach dem Durchlaufen dieser Anordnung sollte das Getränk fertig sein und kann je nach den persönlichen Vorlieben und Geschmacksrichtung verfeinert werden oder auch schwarz getrunken werden.
Dabei gibt es Kaffeefilter in vielen verschiedenen Größen. Den Kinderfilter mit der Größe 801, den Eintassenfilter Größe 100, den 2- bis 4-Tassenfilter Größe 101, die Klassiker der Größen 102 bis 105 und schließlich der Riese Größe 106. Man fühlt sich hier immer etwas wie in einem Dessou-Laden (grins). Die Erfindung des Filterapparates geht auf Melitta Bentz zurück, die im Jahre 1908 Löschpapier in ein nach unten hin mit Löchern versehenes konisch auslaufendes Gefäß dermaßen drapierte, dass die gewünschte Filterwirkung erzielt wurde. Der ausgelaugte Kaffeesatz wurde danach zusammen mit dem Löschpapier weg geworfen. Dies war eine recht ökonomische und einfache Methode. Dem Namen jener klugen Frau wird noch heut durch eine Kaffee und Filter liefernden Firma die gebührende Ehre erwiesen. Die ersten Filtergehäuse dieser Firma bestanden anfangs aus emailliertem Blech oder Aluminium. Aus ästhetischen Gründen wurden später die Materialien Keramik und Porzellan verwendet. In jener Zeit wurden auch schon Filtertüten gefertigt und verkauft, so dass bald das lästige Drapieren des Löschpapiers entfiel. Diese Filtertüten sind Einwegfilter und bestehen aus Filterpapier. Die Poren diese Filterpapieres haben einen Durchmesser von weniger als 10 Mikrometer, also einem hundertstel Millimeter. Lange Zeit hieß es, dass man den besten Kaffee noch immer durch Handfiltern herstellen kann, die Kaffeemaschinen der neuesten Generation sind jedoch technologisch so ausgereift, dass verschiedene Druck- und Temperaturkomponenten des Brühwassers eine noch bessere Qualität versprechen.