Kaffee ist ein coffeinhaltiges Heißgetränk und wird aus gerösteten und später gemahlenen Kaffeebohnen zubereitet. Je nach Zubereitungsart variieren Röstgrad und Mahlgrad. Aus den Steinfrüchten von Pflanzen der Familie Rubiaceae werden die Kaffeebohnen gewonnen. Je nach Sorte und Anbauort werden verschiedene Qualitätsstufen unterschieden. Ursprungsgebiet des uns bekannten Kaffees ist wohl eine Kaffa genannte Region in Äthiopien. Heut wird Kaffee in Afrika, Mittel- und Südamerika sowie im südlichen Asien angebaut.

Kaffee-Sträucher fordern ein recht gleichbleibendes Klima ohne große Temperaturschwankungen bei nicht zu starkem Sonnenschein und vertragen keine große Hitze. Die Region darf nicht zu trocken sein oder es muss bewässert werden. Der Boden sollte tiefgründig und locker sein, als gut durchgelüftet. Im Folgenden sollen die wichtigen Kaffeesorten kurz vorgestellt werden.

Mit ungefähr 60 Prozent hat der Arabica-Kaffee den höchsten Weltmarktanteil. Diese Sorte enthält relativ wenig Coffein, ist aber vor allem deshalb so berühmt und beliebt, weil ihr Aroma außergewöhnlich geschätzt wird.

Mit etwa 36 Prozent Anteil an der weltweiten Kaffeeproduktion nimmt die Sorte Robusta den zweiten Platz ein. Robusta weist an der Bohne selbst einen geraden Spalt auf, während dieser bei Arabica gewellt ist. Robusta ist sehr widerstandsfähig und benötigt nur eine relativ kurze Zeit für die Reife. Der Coffeingehalt ist annähernd doppelt so hoch wie bei Arabica.

Die Sorte Excelsa wurde Anfangs des letzten Jahrhunderts am Tschadsee entdeckt. Sie hat gegenüber den beiden anderen Sorten einen deutlich kräftigeren Wuchs. Sie gedeiht auch gut auf trockenen Böden und in regenärmeren Jahren lassen sich immer noch gute Erträge erzielen. Ihr Anteil am Weltmarkt liegt jedoch nur bei 1 Prozent.

Die Sorte Maragogype soll wohl eine Mutation der Arabica sein. Eine andere Theorie besagt, das es sich hier um eine Kreuzung zwischen Arabica und Liberica handelt. Die Bohnen der Maragogype sind um etwa 30 Prozent größer als die der anderen Sorten, der Ertrag ist aber geringer.

Die aus Indonesien stammende Kopi Luwak ist die wohl teuerste Kaffeesorte. Es gibt dort eine Schleichkatze, Luwak genannt. Wenn diese die Kaffeekirschen frisst, werden die Bohnen im Darm fermentiert, wodurch sich deren Geschmackseigenschaften verändern. Nach dem Ausscheiden werden die Bohnen von den Menschen aufgesammelt. Kaffee aus diesen Bohnen gilt unter Kennern als absolute Spezialität.

Je nach regionalen Vorlieben werden weltweit die verschiedensten Mischungen aus den unterschiedlichen Kaffeesorten mit unterschiedlichen Röstgraden angeboten.